Zum Inhalt springen
Amtliches Mitteilungsblatt des Mett-Instituts · Düsseldorf
Leitsatz: Ein Mettbrötchen ist ein nettes Brötchen.
Mett-Institut Amt für Brötchenbelag · Düsseldorf

Sprechzeiten: immer, außer beim Frühstück
Zuständig: Abteilungen I bis V

Formblatt R · Zubereitungsanweisung Az. MI-REZ-013

Kotlet mielony: polnische panierte Frikadelle

KategorieAuswärtige Angelegenheiten
Gesamtzeit50 Minuten
Portionen4
Rohes Fleisch nein
Landesbezeichnung · Polen Kotlet mielony
Bewertung des Instituts Nett, 5 von 5 Zwiebelringen
Anlage 1: Beweisfoto Zwei panierte polnische Kotlety mielone mit Dillkartoffeln und einem Schälchen Mizeria auf einem Emailleteller mit rotem Rand (vergrößern)
Vorbemerkung

In Polen ist der Kotlet mielony ein Alltagsklassiker: länglich geformt, in Paniermehl gewendet und goldbraun gebraten. Er besteht meist aus reinem Schweinefleisch, damit passt Mett hier so gut wie in kaum einem anderen Auslandsrezept. Dazu gibt es Dillkartoffeln und Mizeria, den Gurkensalat mit saurer Sahne.

Amtlicher Hinweis

Mett ist rohes Schweinefleisch und muss hier vollständig durchgegart werden: innen nicht mehr rosa, im Kern nach Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung mindestens zwei Minuten lang 70 Grad Celsius. Bis zur Zubereitung kühlen und am Tag des Kaufs verarbeiten. Siehe Mett und Hygiene.

Verzeichnis der Zutaten

Pos.MengeGegenstand
1 500 g Schweinemett
2 1 kleines altbackenes Brötchen, etwa 40 g
3 100 bis 120 ml Milch oder Wasser zum Einweichen
4 1 mittelgroße Zwiebel
5 1 TL Butter, für die Zwiebel
6 1 Stück Ei
7 1 TL Majoran, getrocknet, auf Antrag
8 1 bis 2 EL kaltes Wasser
9 60 g Paniermehl zum Wenden
10 4 EL Schmalz, Butterschmalz oder Rapsöl
11 1 kg Kartoffeln
12 2 bis 3 EL Butter, für die Kartoffeln
13 6 bis 8 EL Dill, gehackt, für Kartoffeln und Mizeria
14 600 g Salatgurken
15 200 g saure Sahne
16 2 EL Zitronensaft
17 1 Prise Zucker
18 nach Ermessen Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. § 1
    Mizeria

    Die Gurken schälen und sehr dünn hobeln, mit einem Teelöffel Salz mischen und 10 Minuten ziehen lassen. Das Wasser leicht ausdrücken, saure Sahne, Zitronensaft, Zucker und die Hälfte des Dills unterheben und kalt stellen.

  2. § 2
    Kartoffeln

    Die Kartoffeln schälen, in kaltem Salzwasser aufsetzen und ab dem Kochen etwa 20 Minuten garen. Abgießen und mit Butter und dem restlichen Dill schwenken.

  3. § 3
    Masse

    Das Brötchen 10 bis 15 Minuten einweichen und gut ausdrücken. Die Zwiebel fein hacken und in Butter glasig dünsten. Mett, Brötchen, Zwiebel, Ei und Majoran etwa 5 Minuten kneten und dabei ein bis zwei Esslöffel kaltes Wasser einarbeiten. Kein Salz in die Masse geben: Mett ist meist schon gewürzt (Etikett prüfen). Lieber ein Probestück braten und dann abschmecken, rohes Mett nicht probieren.

  4. § 4
    Panierung

    Die Masse in acht Portionen teilen, zu länglichen, leicht flachen Kotlets formen und rundum in Paniermehl wenden.

  5. § 5
    Bratung

    Das Fett in einer schweren Pfanne erhitzen und die Kotlets bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten pro Seite goldbraun braten. Das dickste prüfen: im Kern mindestens zwei Minuten lang 70 Grad Celsius, innen gleichmäßig grau. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

  6. § 6
    Anrichtung

    Mit Dillkartoffeln und Mizeria servieren.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur deutschen Frikadelle?

Der Kotlet mielony wird in Paniermehl gewendet und länglich geformt. Er besteht meist aus reinem Schweinefleisch, die deutsche Frikadelle meist aus gemischtem Hack.

Kann man Kotlety einfrieren?

Ja, gebraten und abgekühlt im Gefrierbeutel, innerhalb von drei Monaten verbrauchen. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und wieder auf 70 Grad im Kern erhitzen.

Seit wann gibt es Mizeria?

Der älteste genannte Beleg stammt von 1855: Józef Schmidts Kochbuch „Kuchnia polska“ beschreibt den Gurkensalat bereits als Mizerya.

Abgeglichen mit: Wikipedia (pl): Kotlet mielony, Kwestia Smaku: Kotlety mielone, Kwestia Smaku: Mizeria, Polonist: Kotlety mielone, Wikipedia (pl): Mizeria, Bundesinstitut für Risikobewertung: Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt

Ausgefertigt: Düsseldorf, 21.10.2026 · Verantwortlich: Dr. Hackmut Zwiebelring, Institutsleitung
i. A. Abteilung I, Rezepte Freigegeben