Mettenden
das Mettende; des Mettendes; die Mettenden · Substantiv, Neutrum, oft im PluralMettenden sind geräucherte, schnittfeste Mettwürstchen, die besonders in Nordwestdeutschland meist warm im Eintopf gegessen werden.
Bedeutung
Das DWDS beschreibt Mettenden als geräucherte, schnittfähige Mettwurst aus der nordwestdeutschen, besonders westfälischen Küche, die meist warm in Eintöpfen gegessen wird. Der Duden nennt als Beispiel Grünkohl mit Mettenden. Die Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse führen sie als „Mettwurst in Enden“ bei den schnittfesten Rohwürsten, mittel- bis feinkörnig und in der Regel in Kranzdärmen.
Unterschied zu Mett und Mettwurst
Mett ist rohes, ungeräuchertes Hackfleisch ohne Hülle. Mettenden sind gereifte, schnittfeste Würstchen in Hülle. Innerhalb der Mettwürste sind sie die typische Sorte zum Erhitzen, während die streichfähige Mettwurst aufs Brot gehört.
Herkunft
Das Wort setzt sich aus Mett und Ende zusammen. Ende bedeutet umgangssprachlich auch ein kleines Stück, etwa in „zwei Enden Wurst“. Eine ausdrückliche Herleitung von Mettende daraus nennt allerdings kein Wörterbuch.
Regionale Bezeichnungen
| Bezeichnung | Verbreitung |
|---|---|
| Mettende, Mettenden | besonders Nord- und Westdeutschland (Duden), nordwestdeutsche, vor allem westfälische Küche (DWDS) |
Quellen: DWDS, Stichwort „Mettende“, Duden online, Stichwort „Mettende“, Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse, Deutsches Lebensmittelbuch (Fassung 2024)
Ein Grünkohl ohne Mettenden gilt in Westfalen als unvollständiger Vorgang und wird an die Küche zurückverwiesen.
Zur Kenntnis genommenMett-Institut (2026): Mettenden. In: Mett-Lexikon. mett-institut.de/mett-lexikon/mettenden/ (Stand 21.10.2026)
Stand: 21.10.2026 · Verantwortlich: Dr. Hackmut Zwiebelring, Institutsleitung · Rohes Fleisch: siehe Mett und Hygiene