Mettigel
der; des Mettigels; die Mettigel · Substantiv, maskulinEin Mettigel ist zu einer Igelfigur geformtes Mett, dessen Stacheln meist aus Zwiebelstücken oder Salzstangen bestehen, typisch für kalte Buffets.
Bedeutung
Das DWDS beschreibt den Mettigel als aus Mett geformte Igelfigur mit unterschiedlichem Stachelkleid aus Salzstangen, Zahnstochern, Zwiebeln oder Ähnlichem. Er gehört zu kalten Platten und Buffets. Typisch sind Augen und Nase aus Oliven, dazu Brot oder Brötchen. Die amtliche Bauanleitung steht in den Rezepten.
Geschichte: was belegt ist
Häufig wird der Mettigel in die 1950er bis 1970er Jahre datiert, belegt ist das nicht. In Hackfleisch- und Buffetkochbüchern von 1964 bis 1984 fehlen entsprechende Rezepte. Als frühester Sachbeleg gilt ein „als Igel aufgemotzter Mett-Berg“ in Erich Loests Roman „Froschkonzert“ von 1987, das Wort selbst ist erst seit den 2000er Jahren sicher nachweisbar. Verwandt sind andere Igel des kalten Buffets, etwa Käseigel.
Die Wilmenrod-Legende
Der Koch Vincent Klink schrieb den Mettigel 2018 dem Fernsehkoch Clemens Wilmenrod zu. In dessen Kochbüchern von 1954 und 1956 findet sich allerdings kein solches Rezept.
Sicherheit
Ein Mettigel ist rohes Fleisch auf einem Buffet. Er gehört bis zum Servieren in den Kühlschrank, steht nicht lange ungekühlt und wird am Tag des Kaufs gegessen. Mehr im Merkblatt Mett und Hygiene.
Quellen: DWDS, Stichwort „Mettigel“, Wikipedia: Mettigel, Initiative Tierwohl: Mettigel, Herkunft, Formen und Geschichte
Ein Wesen, das jeder kennt und dessen Herkunft niemand belegen kann. Das Institut hat die Ermittlungen aufgenommen.
Zur Kenntnis genommenSiehe auch
Verwendet in
Mett-Institut (2026): Mettigel. In: Mett-Lexikon. mett-institut.de/mett-lexikon/mettigel/ (Stand 21.10.2026)
Stand: 21.10.2026 · Verantwortlich: Dr. Hackmut Zwiebelring, Institutsleitung · Rohes Fleisch: siehe Mett und Hygiene